Die Geschichte hinter diesem Motiv:
Die Druckerei hatte mich angerufen und gefragt, ob ich den Einband in einem anderen Papier will, oder ob sie den Einband so lassen, dafür aber das Format ändern, oder ob ich den Einband in einer anderen Bindung will, dann bleibt das Format, aber dann kommt die Bestellung etwas später an. Drei Optionen. Drei. Und mein Gehirn hat sofort einen internen Notfall ausgerufen. Dann ging’s los: „Ein neuer Einband wäre schon ok, aber wenn das Format anders wird, dann verzerrt es vielleicht das Bild, aber so dumm sind die doch nicht, das Bild zu verzerren, aber dann wird vielleicht was Wichtiges abgeschnitten, aber auf anderem Papier sehen die Farben vielleicht anders aus, aber wenn ich neu bestelle und es zu spät ankommt, dann schaffe ich die Deadline nicht“ etc etc etc.
Also hab ich das gemacht, was mein Hirn in solchen Momenten für absolut logisch hält: gar nichts. Ich saß einfach da. Bewegungs- und entscheidungsunfähig. Wie ein NPC, dessen Dialog nicht getriggert wurde.
Und während ich da saß, hab ich gemerkt, wie absurd das eigentlich ist – und gleichzeitig wie vertraut. Dieses Gefühl von „Wenn ich mich falsch entscheide, bin ich schuld“ ist einfach zu laut. Also Kapitulation. Kurz hinsetzen. System Reboot… irgendwann. Zumindest kam ein gutes Comic-Motiv dabei raus.
Diese Motiv funktioniert, weil es genau diesen Moment einfängt: wenn Verantwortung, Optionen und Erwartungen zu einem einzigen grauen Brei werden. Als Button, Sticker oder Print ist es kein Aufruf zum Aufgeben, sondern ein stilles Nicken: Ja. Kenn ich. Und wenn du ihn bei dir hast, zeigt er nicht, dass du unfähig bist – sondern dass du weißt, wann dein Kopf einfach mal Pause braucht. Du bist nicht allein im Entscheidungs-Limbo.














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